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Im Südosten des Bundeslandes Brandenburg befindet sich der Spreewald, er ist ein ausgedehntes Niederungsgebiet und eine historische Kulturlandschaft. Die natürliche Flusslaufverzweigung der Spree ist das Hauptmerkmal, diese wurden durch angelegte Kanäle deutlich erweitert.


Für den Naturschutz besitzt sie als Auen- und Moorlandschaft überregionale Bedeutung und ist als Biosphärenreservat geschützt. Als Kulturlandschaft wurde der Spreewald entscheiden durch die Sorben geprägt. Eines der bekanntesten und beliebtesten Reiseziele im Land Brandenburg ist das Gebiet Spreewald. In den Landkreisen Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz befindet sich der Spreewald. Geteilt wird er in den südlichen und größeren Oberspreewald und den nördlichen, kleineren Unterspreewald. Die Spree vereinigt sich zwischen den beiden Teillandschaften auf kurzer Strecke in der Stadt Lübben.


Der Lausitzer Grenzwall ist die südliche Begrenzung des Spreewaldes, jedoch steigt er vom Spreewald nur ganz allmählich zu seinen weiter südlich gelegenen Haupthöhen an. Der Übergang bildet im Norden auf die trockene Lieberoser Heide eine markante Landschaftsgrenze. Heute bildet der Tagebau Cottbus Nord die künstlich geschaffene Ostgrenze. Die Krausnicker Berge im Westen und der Marienberg im Osten bilden im Unterspreewald weithin sichtbare Landmarken für die Begrenzung. Der kleinere Unterspreewald füllt anders als im Oberspreewald die Niederung hier aber nicht komplett aus und ist auf den westlichen Teil beschränkt. Der Neuendorfer See wird allgemein als Nordgrenze des Spreewaldes angenommen. Jedoch endet die Flusslaufverzweigung erst einige Kilometer östlich mit der Einmündung der Pretschener Spree in die Hauptspree. Wie ganz Brandenburg wurde die Landschaft im aktuellen Eiszeitalter geformt.
Während die sich südlich anschließenden Höhen des Lausitzer Grenzwalles durch die Eisvorstöße während der vorletzten, der Saaleeiszeit, geformt wurden, entstanden der Spreewald und die sich nördlich anschließenden Gebiete in der Weichseleiszeit.
Der Spreewald gehört damit zum südlichsten Jungmoränenland.
Während der Unterspreewald noch vollständig vom jüngsten Inlandeis bedeckt wurde, erreichte das Eis im Oberspreewald seine maximale Ausdehnung nach Süden.
Dieser Vorstoß war aber von geringer Wirkung, so dass dort keine an der Oberfläche sichtbaren Spuren erkennbar sind.
Erst nördlich, auf der Lieberoser Heide und auf den Krausnicker Bergen finden sich mit Endmoränen und Sandern die typischen Elemente der Glazialen Serie.
Der Oberspreewald selbst liegt vollständig im Baruther Urstromtal, welches die Schmelzwässer des Inlandeises nach Westen abführte.
Der Unterspreewald hingegen liegt in einer Urstromtalung, die entstand, als die Schmelzwässer dort das Baruther Urstromtal nach Norden verließen.
Als Ursache dafür wird eine Lücke im Endmoränenzug und die tiefe Lage des Rücklandes angesehen.
Sowohl das Urstromtal als auch die nördlich sich anschließende Talung werden von mächtigen Sanden aufgebaut.
Lediglich bei Leipe findet sich inselartig Geschiebemergel aus der Saaleeiszeit.
Aufgrund der Lage in den Urstromtälern ist die Landschaft des Spreewaldes extrem flach und nahezu tischeben.
Lediglich einige Dünen, die nach dem Versiegen der Schmelzwässer aus den Sanden aufgeweht wurden, ragen vor allem um Lübben und im Unterspreewald aus der Ebene auf.
Etwas erhöhte und daher nicht vermoorte Gebiete werden als Kaupen bezeichnet.
Die vergleichsweise kleine Spree durchfließt heute die ausgedehnten Niederungen, die nicht von ihr, sondern von den vielfach größeren Schmelzwässern des Urstromes geschaffen wurden.
Ihr Gefälle ist daher extrem gering. Zwischen Cottbus und dem Neuendorfer See (ca. 70 km Laufstrecke) beträgt es lediglich 15 m.
In der Nacheiszeit floss die Spree zunächst als mäandrierender und nicht als verzweigter Fluss durch das heutige Spreewaldgebiet.
Erst die Entstehung der charakteristischen Flusslaufverzweigung, in der Fachsprache als anastomosierender Fluss bezeichnet, führte zum heutigen Landschaftsbild.
Begleitend kam es zu ausgedehnten Vermoorungen und der Bildung des Klocks, wie im Spreewald der Auelehm genannt wird.
Die genaue Ursache und das Alter der Flusslaufverzweigung im Spreewald sind allerdings immer noch nicht hinreichend geklärt.