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Der Rennsteig ist der schönste Wanderweg Thüringens. Meist wird er gar nicht Wander – sondern Kammweg genannt. Vom Mittellauf der Werra bis zum Oberlauf der Saale führt die ca. 170km lange Route durch schönste Natur. Typisch ist für ihn die Kennzeichnung mit dem weißen „R“.


Der Wanderweg ist nicht nur für Naturmenschen eine Freude, auch Künstler, Maler, Sportler, Fotografen und viele weitere werden hier Erholung, Spaß, Bewegung haben. Am besten kann man hier allerdings die Seele baumeln lassen und die Gedanken fließen.
Der Rennsteig verläuft über den Kamm des Thüringer Waldes, den Kamm des benachbarten Thüringer Schiefergebirges bis in den im Norden gelegenen Frankenwald. Er führt am Mittellauf der Werra und dem Oberlauf der Saale vorbei.  Läuft man den Rennsteig entlang, wandert man nicht einfach nur, sondern begibt sich auf eine geschichtliche Reise. Man entdeckt historische Schauplätze und beeindruckende Denkmale. Es ist die perfekte Möglichkeit, die einzigartige und unberührte Natur auf sich wirken zu lassen und sie zu genießen.


Der Rennsteig ist in verschiedene Etappen gegliedert, ob für Radfahrer oder Wanderer, Hobby oder Profi. Jeder kann hier nach seinem Ermessen, seiner Kondition und seinem Vergnügen verschieden lange und anspruchsvolle Strecken hinter sich bringen.
Sobald man den Weg betritt, merkt man, dass es eine ganz besondere Erfahrung wird. Steile Anstiege, Lage in stillen Wäldern, die unberührte Natur, leichte Hügel, gerade Strecken ein Weg, der von jedem etwas zu bieten und viel zu entdecken hat. Der Pfad bringt längst vergangenes und teilweise auch vergessenes zurück.
Der Topograf Julius von Plänckner unternahm im Jahre 1829 die erste Rennsteigwanderung von Blankenstein nach Hörschel, nachdem er dann beide Orte auf Grund der Topografie als Beginn und Endpunkt des Rennsteiges ermittelt hatte. Von 1897 bis 1942 veranstaltete der Rennsteigverein jährlich um die Pfingstzeit die große „Runst“, eine Rennsteigwanderung. In sechs Etappen wurde die Rennsteigwanderung bestritten. Die meisten heutigen Wegbeschreibungen orientieren sich nach diesen Etappen. Der Rennsteig war währen der deutschen Teilung nicht durchgehend begehbar, denn er überschreitet insgesamt sechsmal die damalige innerdeutsche Grenze. Seit dem Jahr 1952 war Hörschel aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Grenze Sperrgebiet, ebenso führt der Weg östlich von Neuhaus durch das ehemalige Sperrgebiet. In der Zeit der DDR bestand in Oberhof ein Hotel in Form eines Grenzsteines. Der Rennsteig wurde anlässlich der ersten deutsch-deutschen Rennsteigwanderung nach mehr als 40 Jahren der Trennung von Brennersgrün nach Spechtsbrunn am 28. April 1990 offiziell wiedereröffnet, dadurch war er wieder durchgehend begehbar. Seitdem erinnert ein Gedenkstein „Frei ist der Kammweg“ und verschieden Informationstafeln an die Geschichte und das Ereignis. Der Rennsteig wurde in Thüringen am 23. September 1997 als Kulturdenkmal in das Denkmalbuch des Freistaates Thüringen eingetragen. Aus denkmalrechtlichen Gründen erfolgte im September 2006 eine Korrektur. Der Höhenweg ist seitdem nicht mehr als Denkmalensemble, sondern als Einzelkulturdenkmal im Sinne einer Sachgesamtheit ausgewiesen. Auf den historischen Verlauf des Rennsteigs sowie seine Sachteile Grenzsteine, Wegweiser, Gedenksteine und Schrifttafeln sowie Wegkreuzungen, Pässe und Raststätten bezieht sich der Denkmalschutz.