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Die Ostsee wird auch Baltisches Meer, von lat. Mare Balticum, oder auch Baltische See genannt. Das 412.500 km² große und etwa 459 m tiefe Binnenmeer gilt als das größte Brackwassermeer der Erde. Aufgrund des Wasseraustausches mit der Nordsee ist in der westlichen Ostsee zumeist ein höherer Salz- und Sauerstoffgehalt vorhanden.


Zwischen 50 und 85 Millionen Menschen leben, je nachdem wie weit man diese Region eingrenzt im Ostseeraum. Die Skandinavische Halbinsel trennt die Ostsee von den zusammenhängenden Festländern Nord-, Nordost- und Mitteleuropas. Der nördlichste Punkt der Ostsee befindet sich an der schwedisch-finnischen Landesgrenze am Bottnischen Meerbusen, die östlichste Stelle beim russischen Sankt Petersburg und die westlichste am Westende der Flensburger Förde bei der Stadt Flensburg. Sinngemäß ist der Begriff „Ostsee“ primär in den germanischen Sprachen verbreitet. Die geografische Sicht aus der Lage dieser Länder mag hierfür wesentlich sein. Der Begriff Österhavet(Ostsee) beruht im Finnischen dagegen auf der Oberhoheit Schwedens vom 12. Bis ins 18. Jahrhundert über das heutige Finnland. Das nordeuropäische Binnenmeer wird in Englisch sowie den meisten anderen Sprachen sinngemäß „Baltische See“ bzw. „Baltisches Meer“ genannt. Die Ostsee wurde in römischen Quellen in der Regel nach den an seiner Südküsten lebenden Sueben als Mare Suebicum bezeichnet. Das Südende stellt ihren südlichsten Punkt des Stettiner Haffs bei Stettin dar. Am Ende der letzten Eiszeit, der Weichsel-Kaltzeit, vor etwa 12.000 Jahren nach dem Abschmelzen der riesigen Gletschermasse, entstand die Ostsee. Über mehrere Etappen bildete sich durch ein Zusammenspiel von Landhebung und Meeresspiegelanstieg ihre heutige Gestalt und Eigenart. Infolge des damaligen Klimaumschwunges tauten etwa 10.000 bis 8.200 v. Chr. die Gletscher in Richtung Skandinavien zurück.


Als sich der Eisrand nach Abschmelzen der Inlandeismassen auf der Höhe der heutigen Åland-Inseln, nordöstlich von Stockholm, befand, bildete sich in seinem Vorland der Baltische Eisstausee. Etwa 8.200 bis 6900 v. Chr. stieg der Meeresspiegel so stark, dass sich zumindest im Bereich der heutigen mittelschwedischen Seenplatte, nach anderen Quellen auch zum Weißen Meer, eine Verbindung zum Weltmeer bildete.


Durch den dadurch bedingten Süßwasserausstrom und Salzwassereinstrom bildete sich das sogenannte (salzige) Yoldiameer. Etwa 6900 bis 5000 v. Chr. tauten die skandinavischen Gletscher weiter zurück, der Druck auf die skandinavische Landmasse nahm ab, so dass sie sich zu heben begann und dadurch die Meeresverbindungen blockierte. Es entstand der/die (süße) Ancylussee.


Etwa 5000 v. Chr. bis etwa zum Jahre 1 stieg der Meeresspiegel durch die sogenannte Littorina-Transgression so, dass die Festlandbrücke zwischen Südschweden und Dänemark überflutet wurde und der Osten Dänemarks sich in die heutigen Inseln aufteilte.


Weiter öffnete sich der Zugang in der Nähe der Darßer Schwelle vor der deutschen Küste, und auch im südlichen Bereich der Ostsee bildeten sich die Grobformen der heutigen Küsten aus. Die Gletscher waren nun fast vollständig verschwunden. Das Festland von Skandinavien hob sich weiter, so dass sich die Küstenlinie weiter veränderte. Der südliche Bereich der Ostsee senkte sich, das vorrückende Meer überflutete die jungglaziale Landschaft und formte sie dabei um.


Als Ergebnis findet man drei Küstenformen im südlichen Bereich wieder: Fördenküste (Beispiel: Kieler Förde), Buchtenküste (Beispiel: Lübecker Bucht) und die Bodden- bzw. Boddenausgleichsküste (Beispiel: Halbinsel Fischland-Darß-Zingst) z. T. mit der Bildung von Haffen (Beispiel: Stettiner Haff).