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Die Region Altmark ist im Norden des Landes Sachsen-Anhalt. Vom Drawehn im Westen bis an die Elbe im Osten erstreckt sich die historische Kulturlandschaft, südlich grenzt sie an die Magdeburger Börde und nördlich an das Wendland. Erstmals erschien der Name Altmark im Jahr 1304 – Aniqua Marchia (Alte Mark) – dieser bezieht sich auf ihre Bedeutung als westelbisches Ausgangsgebiet bei der Einrichtung der Mark Brandenburg.


Blumige Charakterisierungen beziehen sich darauf auch als „Wiege Brandenburgs“ oder sogar „Wiege Preußens“. Seit der Gründung der Mark Brandenburg gehörte sie seit der Gründung als Ganzes zu dieser Markgrafschaft und dem daraus hervorgegangenen preußischen Staat. Heute wird die Altmark in den Altmarkkreis Salzwedel und den Landkreis Stendal untergliedert. Seitdem der Landkreis Stendal auch östlich der Elbe gelegene Gebiete umfasst, werden diese historisch zu Jerichow und Prignitz gehörend, gelegentlich mit zur Altmark gezählt.


Als Teil des Norddeutschen Tieflandes umfasst die Altmark den Norden Sachsen-Anhalts. Die Flüsse Jeetze und Milde-Biese-Aland sowie der Arendsee sind die wichtigen Gewässer. Die Altmark hat im Südosten Anteil an der Colbitz-Letzlinger Heide. Als eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands besteht die Altmark aus  landwirtschaftlich geprägtem, aber auch naturnahem Tiefland mit Wäldern und Heide wie der Colbitz-Letzlinger Heide. Im Osten und Nordosten wird sie naturräumlich durch die Elbtalniederung und die Wische begrenzt. Mit dem Drömling und der Ohreniederung befindet sich im Südwesten eine recht markante Abgrenzung, der Übergang im Westen und Nordwesten zum Vorland der Lüneburger Heide ist dagegen kaum feststellbar.


Mit fast 160 Metern sind die Hellberge die höchste Erhebung. Durch eine starke Verzahnung von Ackerland und Wäldern zeichnet sich die Bodendeckung aus. Es gibt in der zwecks militärischer Nutzung weitgehend entvölkerten Colbitz-Letzlinger Heide große zusammenhängende Waldflächen. Später finden sich deutliche Siedlungsspuren in den südlich angrenzenden Lößgebieten erst in der Kupfersteinzeit. Während der vorrömischen Eisenzeit gehörte das Gebiet zur engeren Jastorf-Kultur. In der Altmark entstanden am Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. größere Friedhöfe, was möglicherweis auf eine stärkere Zuwanderung von Gruppen schließen lässt. Die Region scheint auf jeden Fall kontinuierlich von elbgermanischen Gruppen besiedelt gewesen zu sein, unter denen die Langobarden hervorgetreten sind. Etliche Hinweise auf diese finden sich in lokalen Quellen. Die Zuwanderung von Sachsen im Nordwesten und von den Slawen im Osten entlang der Jeetzel folgte seit etwa 600. Das Gebiet wurde von Karl dem Großen bei der Unterwerfung der Sachsen erobert und ist seither ein Teil des fränkischen und dann des ostfränkischen Reiches. Es unterstand kirchlich den Bistümern Verden und Halberstadt. Die Sachsen kontrollierten nach dem großen Slawenaufstand von 983 nur noch den weselbischen Teil der Nordmark, aus diesem wurde später die Altmark.


Der Rest der Nordmark wurde im Jahr 1056 dem Grafen von Stade Udo I. übertragen, dessen Nachkommen sich dann Udonen nannten. Kaiser Lothar III. 1134 belehnte nach deren Aussterben den Akanier Albrecht I. mit dem Gebiet, das nun Ausgangspunkt für die Eroberung ostelbischer Gebiete wurde. Die Nordmark wurde nach der endgültigen Einnahme von Brandenburg 1157 Teil der Mark Brandenburg mit Albrecht I. als Markgrafen. Mit Kurfürst Friedrich I. begann 1415 nach fast einem Jahrhundert der Unruhen und Wirren in der Mark, die Herrschaft der Hohenzollern über das Kurfürstentum Brandenburg und die Altmark. Stendal, Gardelegen und Salzwedel sind die drei größten und zugleich bedeutendsten Städte in der Altmark. Neben den vier weiteren Städten in der Altmark (Tangermünde, Osterburg, Seehausen und Werben) gehören sie der Hanse an. Zwischen dem 13. Und 15. Jahrhundert waren die sieben altmärkischen Städte reiche, wehrhafte Handelsstädte und bildeten zusammen den Altmärkischen Städtebund, mit dem sie sich bei den Hansetagen Geschlossenheit demonstrierten. Nach der blutigen Niederschlagung von Aufständen gegen die vom Kurfürst eingeführte Bierziese im Frühjahr 1488 wurde das Ende der altmärkischen Hanseherrlichkeit eingeleitet. Die altmärkischen Städte mussten sich in Folge dieser Niederlage aus allen Bündnissen, auch aus der Hanse zurückziehen und verloren dadurch zahlreiche Rechte wie das Münzrecht. Bis zum Ausschluss 1518 blieben lediglich Stendal und Salzwedel Mitglied der Hanse. Die sieben Hansestädte entwickelten sich seit dem 16. Jahrhundert dann sehr unterschiedlich. Im Hansebund der Neuzeit sind sie heute alle Mitglied.